PANZYTRAT 10.000 Kapseln 50 St

Artikelnummer: 03559009 | Grundpreis: 0,20 EUR / 1 St

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PZN 03559009
Anbieter Allergan GmbH
Packungsgröße 50 St
Packungsnorm N1
Produktname Panzytrat 10000
Darreichungsform Kapseln
Monopräparat ja
Wirksubstanz Pankreas-Pulver vom Schwein
Rezeptpflichtig nein
Apothekenpflichtig ja
Anwendungsgebiete PANZYTRAT 10.000 Kapseln
- Funktionsstörungen der Bauchspeicheldrüse und dadurch bedingte Verdauungsprobleme

Das Arzneimittel sollte mit Flüssigkeit während der Mahlzeit eingenommen werden. Wenn Sie die ganzen Kapseln nicht schlucken können, können Sie die Kapseln durch Auseinanderziehen öffnen und nur den Inhalt (die Mikrotabletten) schlucken. Sie sollten reichlich Flüssigkeit nachtrinken, z. B. saure Fruchtsäfte, Tee oder Wasser.

Achten Sie darauf, dass die Kapseln oder die Mikrotabletten unzerkaut zu schlucken sind, da die Mikrotabletten beim Zerkauen in ihrer Wirksamkeit vermindert werden können, und die enthaltenen Enzyme bei Freisetzung in der Mundhöhle dort die Schleimhaut schädigen könnten.

Nehmen Sie das Arzneimittel immer genau nach Anweisung des Arztes ein. Bitte fragen Sie bei Ihrem Arzt oder Apotheker nach, wenn Sie sich nicht ganz sicher sind. Falls vom Arzt nicht anders verordnet, ist die übliche Dosis:

  • 2 - 4 Kapseln pro Mahlzeit (entsprechend 20.000 - 40.000 Ph. Eur. Einheiten Lipase). Die erforderliche Dosis kann auch erheblich darüber liegen.

Besonders bei Patienten mit Mukoviszidose sollte die Dosis unter Berücksichtigung von Menge und Zusammensetzung der Mahlzeiten die für eine angemessene Fettverdauung notwendige Enzymdosis nicht überschreiten. Eine Erhöhung der Dosis sollte nur unter ärztlicher Kontrolle erfolgen und an der Verbesserung der Krankheitszeichen (z. B. Fettstuhl, Bauchschmerzen) ausgerichtet sein. Eine tägliche Enzymdosis von 15.000 - 20.000 Ph. Eur. Einheiten Lipase pro kg Köpergewicht sollte nicht überschritten werden. Auf eine reichliche Flüssigkeitszufuhr ist zu achten.

Behandlungsdauer:
Die Dauer der Anwendung richtet sich nach dem Krankheitsverlauf. Das Präparat ist zur Dauerbehandlung geeignet. Solange die Verdauungsschwäche besteht, ist eine fortlaufende Gabe des Arzneimittels notwendig.

Überdosierung:
Das Arzneimittel enthält keine für Vergiftungen in Frage kommenden Bestandteile.

Vergessene Einnahme:
Falls Sie die Einnahme zu einer Mahlzeit einmal vergessen, so können Sie die Einnahme zu einem etwas späteren Zeitpunkt noch nachholen. Ansonsten nehmen Sie das Arzneimittel in der verordneten Dosierung erst wieder zur nächsten Mahlzeit ein.

Therapieabbruch:
Wenn Sie das Arzneimittel einnehmen müssen, um eine Verdauungsschwäche zu behandeln, so sind diese Pankreasenzyme notwendig, um die mit der Nahrung aufgenommenen Eiweißstoffe, Kohlenhydrate und Fette für den Körper verwertbar zu machen. Ohne diese zusätzliche Zufuhr von Pankreasenzymen durch das Präparat ist bei Ihnen die Funktion der Bauchspeicheldrüse nicht ausreichend, um eine normale Verdauung zu ermöglichen.
Wenn Sie die Einnahme des Präparates unterbrechen oder vorzeitig beenden, kann daher bei Ihnen die Verdauungsstörung wieder auftreten, was zu einer unzureichenden Ausnutzung der Nahrung mit Mangelerscheinungen und Gewichtsverlust führen und sich in Beschwerden wie z.B. Blähungen, Durchfall und Bauchschmerzen äußern kann.

Wenn Sie weitere Fragen zur Anwendung des Arzneimittels haben, fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.

Dieses Arzneimittel enthält Verdauungsenzyme der Bauchspeicheldrüse (Pankreasenzyme).

Es wird zum Ersatz von Verdauungsenzymen bei Verdauungsschwäche (Maldigestion) infolge einer gestörten Funktion der Bauchspeicheldrüse angewendet.

Die Behandlung mit dem Präparat richtet sich auf das Ziel, ein normales Körpergewicht zu erreichen bzw. zu halten und die Stuhlgangshäufigkeit und -beschaffenheit zu normalisieren.

Wie wirkt der Inhaltsstoff des Arzneimittels?

Das Arzneimittel besteht aus Verdauungsenzymen, die aus der Bauchspeicheldrüse von Schweinen gewonnen werden. Diese sind den natürlich vorkommenden Verdauungsenzymen im menschlichen Magen-Darm-Trakt sehr ähnlich und mischen sich nach Einnahme im Magen und Darm mit dem Speisebrei. Dort helfen sie bei der Zerkleinerung der Nahrung, indem sie die Fette, Eiweisse und Kohlenhydrate in kleinere Einheiten aufspalten. Auf diese Weise wird die Verdauung der Nahrung unterstützt. Diese werden dann in das Blut oder die Lymphe aufgenommen und über diese Transportwege in die Zellen der einzelnen Gewebe verteilt.
bezogen auf 1 Stück

Pankreas Pulver (vom Schwein)

10000 PhEur-E Triacylglycerollipase

PhEur-E Amylase

PhEur-E Proteasen

+ Cellulose, mikrokristallin

+ Crospovidon

+ Dimeticon

+ Eisen hydroxide

+ Eisen oxide

+ Eudragit L 100 - 55

+ Gelatine

+ Magnesium stearat

+ Montanglycolwachs

+ Silicium dioxid, hochdispers

+ Talkum

+ Titan dioxid

+ Triethyl citrat

Das Arzneimittel darf nicht eingenommen werden,
- wenn Sie überempfindlich (allergisch) gegen Schweinefleisch oder einen der sonstigen Bestandteile sind.
- wenn Sie unter einer akuten Bauchspeicheldrüsenentzündung leiden und bei akuten Schüben einer chronischen Bauchspeicheldrüsenentzündung während der stark entwickelten Erkrankungsphase. In der Abklingphase während des diätetischen Aufbaus ist jedoch gelegentlich die Gabe des Präparates bei Hinweisen auf noch oder weiterhin bestehende Funktionseinbuße der Bauchspeicheldrüse sinnvoll.

Wie alle Arzneimittel kann auch dieses Präparat Nebenwirkungen haben, die aber nicht bei jedem auftreten müssen. Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn eine der aufgeführten Nebenwirkungen Sie erheblich beeinträchtigt oder Sie Nebenwirkungen bemerken, die nicht angegeben sind.


In Einzelfällen sind Überempfindlichkeitsreaktionen vom Soforttyp (wie z. B. Hautausschlag, Niesen, Tränenfluss, Atemnot durch einen Bronchialkrampf) sowie Überempfindlichkeitsreaktionen (allergische Reaktionen) des Verdauungstraktes nach Einnahme von Pankreatin beschrieben worden.

Bei Patienten mit Mukoviszidose ist in Einzelfällen nach Gabe hoher Dosen von Pankreatin die Bildung von Verengungen der Krummdarm-/Blinddarm-Region und der aufsteigenden Dickdarmabschnitte beschrieben worden. Bei Patienten mit Mukoviszidose kann vor allem unter der Einnahme hoher Dosen des Arzneimittels eine erhöhte Harnsäureausscheidung im Urin auftreten. Daher sollte bei diesen Patienten die Harnsäureausscheidung im Urin kontrolliert werden, um die Bildung von Harnsäuresteinen zu vermeiden.


Gegenmaßnahmen:
Bei einer Überempfindlichkeitsreaktion (allergischen Reaktion) sollten Sie Ihren Arzt informieren und das Präparat nicht weiter einnehmen.
Es ist empfehlenswert, von Ihrem Arzt abklären zu lassen, welcher Inhaltsstoff des Arzneimittels die allergische Reaktion ausgelöst hat, um diesen Stoff in Zukunft auch in anderen Arzneimitteln, Lebensmitteln etc. meiden zu können.
Auch bei Auftreten anderer Nebenwirkungen informieren Sie bitte Ihren Arzt, damit über das weitere Vorgehen entschieden werden kann.

Informieren Sie bitte Ihren Arzt oder Apotheker, wenn Sie andere Arzneimittel einnehmen bzw. vor kurzem eingenommen haben, auch wenn es sich um nicht verschreibungspflichtige Arzneimittel handelt.

Eine Beeinflussung der Wirkung des Präparates durch andere Arzneimittel wurde bisher nicht beobachtet.
Die Resorption von Folsäure (Aufnahme von Folsäure in das Blut) kann durch Einnahme pankreatinhaltiger Fertigarzneimittel vermindert werden, so dass eine zusätzliche Folsäurezufuhr erforderlich sein kann. Diese Wechselwirkung wurde bei der Anwendung des Arzneimittels bisher nicht beobachtet.
Beachten Sie bitte, dass diese Angaben auch für vor kurzem angewandte Arzneimittel gelten können.

Bei Einnahme zusammen mit Nahrungsmitteln und Getränken gibt es keine Wechselwirkungen.

Wechselwirkungen

Fragen Sie vor der Einnahme von allen Arzneimitteln Ihren Arzt oder Apotheker um Rat.

Besondere Vorsicht bei der Einnahme ist erforderlich,
da Darmverstopfung (intestinale Obstruktion) eine bekannte Komplikation bei Patienten mit Mukoviszidose ist. Bei Vorliegen von darmverschlussähnlichen Krankheitszeichen sollte daher auch die Möglichkeit von Darmverengungen in Betracht gezogen werden.

Verkehrstüchtigkeit und das Bedienen von Maschinen
Die Einnahme des Arzneimittels hat keine schädlichen Auswirkungen auf Ihre Verkehrstüchtigkeit, Ihr Reaktionsvermögen oder Ihre allgemeine Handlungsfähigkeit, auch beim Bedienen von Maschinen oder bei Arbeiten ohne sicheren Halt.

Arzneimittel für Kinder unzugänglich aufbewahren.

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